Facts and Figures

Hier finden Sie alles zu Facts and Figures.

 

VISION

Die Bekanntheit des Eislaufsports in der Schweiz wollen wir im Breiten- und im Spitzensport nachhaltig und erfolgreich positionieren, insbesondere durch das Erreichen regelmässiger Teilnahmen von SEV-Athleten an EM, WM und olympischen Spielen.

 

HAUPTAUFGABEN

Als Dachverband unterstützen wir die Regionalverbände und Clubs im Aufbau und der Förderung von Strukturen für die Entwicklung von Athleten, Trainern und Funktionäre. Dies tun wir in enger Zusammenarbeit mit Swiss Olympic, dem BASPO (J&S) und dem SELV.

Wir erfassen Talente gezielt und schaffen bestmögliche Voraussetzungen, um auf internationaler Ebene erfolgreich zu sein.

Wir bilden Funktionäre aus, die den Anforderungen und Bedürfnissen der Athleten gerecht werden und unterstützen ihre Entwicklung und Weiterbildung, auch auf internationaler Ebene.

Wir verantworten die Durchführung von nationalen und internationalen Meisterschaften (SM, Swiss Cup, ISU-Wettkämpfe).

Wir pflegen eine aktive Kommunikation auf allen Ebenen, um Ansehen und Bekanntheitsgrad des Eislaufsports in der Schweiz zu steigern.

Wir verpflichten uns zu einem transparenten und haushälterischen Einsatz unserer finanziellen Mittel.

Wir verpflichten uns zu den ethischen Grundwerten von Swiss Olympic und der ISU.
 

SELBSTVERSTÄNDNIS / POSITIONIERUNG

Im Zentrum unserer Überlegungen und unseres Handelns steht die Förderung des Eislaufsports. Dabei sind wir

S   sportlich, souverän, sachlich

E   ehrlich, effizient, erfolgreich

V   vorbildlich, verantwortungs- und vertrauensvoll
 

GRUNDWERTE

Gegenseitiger Respekt, Vertrauen und Fairness bilden die Grundlagen unserer Zusammenarbeit und unseres Handelns.

Wir handeln lösungs- und zukunftsorientiert.

Hierarchien spielen bei uns in der Ergebniserarbeitung eine untergeordnete Rolle.
 

MITARBEITENDE

Wir bringen unseren ehrenamtlichen und angestellten Mitarbeitenden Wertschätzung entgegen und fördern ihre Kompetenzen.

 

KOMMUNIKATION

Wir kommunizieren aktiv, überzeugend, wahrheitsgetreu, sachlich, zielgruppen- und zeitgerecht.

 

FÜHRUNG
  • Unser Führungsverhalten basiert auf

  • klarer Führungsverantwortung

  • Selbstverantwortung der Mitarbeitenden

  • Entscheidungsfreudigkeit

  • Motivation zu Dienstleistungsverhalten

Der SEV-Vorstand hat anlässlich der Delegiertenversammlung vom 22. August 2015 seine strategische Ausrichtung für die laufende Olympiade 2015-2018 vorgestellt.

Neben den Zielen zur Anpassung der Verbandsstrukturen (siehe weiter unten) setzt der Verband auch sportliche Ziele für die einzelnen Disziplinen:
 

KUNSTLAUFEN & EISTANZEN

- Teilnahme von mindestens 2 Athleten/Paaren pro Jahr an JWM und im Minimum eine Top16-Platzierung an JWM bis zu den Olympischen Spielen 2018

- Teilnahme von mindestens 1 Athleten/Paar an jeder WM und EM sowie die Teilnahme von mindestens 1 Athleten/Paar an den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang

 

EISSCHNELLAUFEN & SHORT TRACK

- mindestens ein Top16 Resultat an den JWM bis zu den Olympischen Spielen 2018

- Teilnahme von mindestens 1 Athleten pro WM + EM sowie Teilnahme von mindestens 1 Athleten an den Olympischen Spielen 2018.

 

SYNCHRONIZED SKATING
  • mindestens 3 Teilnahmen an JWM/JWCC bis zu den Olympischen Spielen 2018
  • an jeder WM ein Team am Start mit Ziel Rangierung im ersten 3/4 der Rangliste

 

Der Schweizer Eislaufverband bekennt sich zum Leistungssport. Damit gliedert er sich voll und ganz in den von BASPO und Swiss Olympic vorgegebenen Strukturen ein und wird den von ihnen geforderten Ansprüchen gerecht.

Der Schweizer Eislaufverband möchte auch in Zukunft eine wichtige Rolle bei den Wintersportarten spielen und auch bei der ISU eine starke Stimme haben. Damit dies möglich ist, braucht es sowohl sportliche Resultate auf Top-Niveau, wie auch motivierte, gut ausgebildete, integre und ambitionierte Funktionäre.

Mit der Einstufung der Sportarten hat Swiss Olympic ein Modell geschaffen, das mittels klarer Kriterien festhält, wie eine Sportart in der Schweizer Sportlandschaft wahrgenommen wird. Der Schweizer Eislaufverband hat den Anspruch, mit mindestens einer olympischen Disziplin in der Stufe 3 eingestuft zu werden, wobei der Kunstlauf diese Stufe nie verlassen soll.

Durch die guten Resultate von Sarah Meier an der EM 2011 konnte der SEV mit dem Kunstlauf knapp die Schwelle zur Stufe 3 erreichen. Da in der Periode 2014-2018 die Chancen für einen ähnlichen Exploit eines unserer Athleten nicht zu erwarten ist, gewinnen andere Kriterien in der Einstufung an Bedeutung. Die Analyse der Bewertung ergibt einen klaren Mangel bei den Strukturen rund um die Nachwuchsförderung und dem Leistungssport. Die Strukturen, welche im Schweizer Eislauf seit Jahren bestehen, genügen nicht mehr, um den Anforderungen von Swiss Olympic gerecht zu werden. Die Strategie des Verbandes ist es, diese Mängel zu beheben und sich neu auszurichten – mit klarerem Fokus auf Trägerschaften, die dem Nachwuchs- und Leistungssport gerecht werden können. Dies geht nicht ohne auch die Strukturen im Verband zu überarbeiten.
 

PROFESSIONALISIERUNG VERBAND
  • Anpassung Geschäftsprozesse an Anforderungen Swiss Olympic (Verbandsförderung)
  • Stärkung Geschäftsstelle
  • Organisationsreglement
  • Pflichtenhefte
     
NACHWUCHSFÖRDERUNG
  • Konzepte für alle Disziplinen (Kunstlauf, Schnelllauf, SYS) 
  • Ausbildung Trainer und Funktionäre
  • Leistungskontrolle (Teste, Meisterschaften)
  • Zusammenarbeit mit Regionalzentren
  • Zusammenarbeit mit BASPO und SELV
     
ELITE UND SPITZENSPORT
  • Leistungssportkonzept für alle Disziplinen
  • Unterstützung von Top Athleten
  • Leistung honorieren
  • Delegation an ISU Championships und Olympische Spiele
  • Leistungskontrolle (Teste, Meisterschaften)
     
SICHERUNG FINANZEN
  • Überarbeitung Gebührenmodell (Lizenzen, Mitgliederbeiträge, Meisterschaften)
  • Vermarktung Verbandsaktivitäten

Die Geschichte des Schweizer Eislauf-Verbandes

 

Am 17. Februar 1911 gründeten einige Mitglieder der Skating Association St. Moritz den Schweizer Eislauf-Verband (SEV). Im gleichen Jahr wurde der Verband auch Mitglied der International Skating Union (ISU) und von Swiss Olympic. Der SEV ist damit einer der ältesten Wintersportverbände unseres Landes und betreut heute die Sparten Kunstlauf, Eistanz, Synchronized Skating, Schnelllauf, und Short Track.

 

Lausanne, Genf und Adelboden waren 1913 die ersten Eislaufclubs, die dem SEV beitraten. Heute zählt der Verband fast 9000 Mitglieder, die in 85 Clubs und 8 Regionalverbänden organisiert sind.

 

Die erste nationale Meisterschaften wurden 1919 (Herren) in St. Moritz und im Schnelllaufen in Davos durchgeführt. 1931 folgten in Zürich die ersten Meisterschaften der Damen und 1933 in Engelberg jene der Paarläufer. Die Eistänzer führten 1961 in Luzern ihren ersten nationalen Wettkampf durch. Seit 1993 figurieren auch die Titelkämpfe für Schnelllauf und Short Track auf dem nationalen Meisterschaftskalender.

Zahlreich sind auch die internationalen Meisterschaften, die in der Schweiz durchgeführt wurden. 15 Weltmeisterschaften im Eiskunstlaufen wurden organisiert, erstmals 1899 in Davos und bisher zum letzten Mal 1997 in Lausanne. 19 Europameisterschaften in Eiskunstlaufen fanden in der Schweiz statt, 1899 in Davos zum ersten Mal und letztmals 2011 in Bern.

 

Obwohl die Schweiz nicht als traditionelle Eislaufnation gilt, haben sich die folgenden Athleten und Athletinnen unseres Verbandes mit Topresultaten an internationalen Meisterschaften platzieren können: Hans Gerschwiler, Europa- und Weltmeister 1947, Silvia und Michel Grandjean, Europameister im Paarlaufen 1954, Denise Biellmann, Europa- und Weltmeisterin 1981, Stéphane Lambiel, Weltmeister 2005 und 2006, Silbermedaille Olympiade 2006 und Sarah Meier, Europameisterin 2011.

 

Zurzeit verfügt der Schweizer Eislauf-Verband über einige sehr hofffnungsvolle Nachwuchsläufer, die mit Begeisterung und Ehrgeiz ihren berühmten Vorgängern nacheifern wollen.