Facts and Figures

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Die Geschichte des Schweizer Eislauf-Verbandes

 

Am 17. Februar 1911 gründeten einige Mitglieder der Skating Association St. Moritz den Schweizer Eislauf-Verband (SEV). Im gleichen Jahr wurde der Verband auch Mitglied der International Skating Union (ISU) und von Swiss Olympic. Der SEV ist damit einer der ältesten Wintersportverbände unseres Landes und betreut heute die Sparten Kunstlauf, Eistanz, Synchronized Skating, Schnelllauf und Short Track.

 

Lausanne, Genf und Adelboden waren 1913 die ersten Eislaufclubs, die dem SEV beitraten. Heute zählt der Verband fast 9000 Mitglieder, die in 85 Clubs und 8 Regionalverbänden organisiert sind.

 

Die erste nationale Meisterschaften wurden 1919 (Herren) in St. Moritz und im Schnelllaufen in Davos durchgeführt. 1931 folgten in Zürich die ersten Meisterschaften der Damen und 1933 in Engelberg jene der Paarläufer. Die Eistänzer führten 1961 in Luzern ihren ersten nationalen Wettkampf durch. Seit 1993 figurieren auch die Titelkämpfe für Schnelllauf und Short Track auf dem nationalen Meisterschaftskalender.

Zahlreich sind auch die internationalen Meisterschaften, die in der Schweiz durchgeführt wurden. 15 Weltmeisterschaften im Eiskunstlaufen wurden organisiert, erstmals 1899 in Davos und bisher zum letzten Mal 1997 in Lausanne. 19 Europameisterschaften in Eiskunstlaufen fanden in der Schweiz statt, 1899 in Davos zum ersten Mal und letztmals 2011 in Bern.

 

Trotz des Images als kleine Eislaufnation haben sich zahlreiche Athletinnen und Athleten des SEV auf internationalem Parkett ausgezeichnet. So gewann Georges Gautschi 1924 in Chamonix die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen, Hans Gerschwiler wurde 1947 Europa- und Weltmeister sowie 1948 in St. Moritz Olympiasilbermedaillengewinner. Silvia und Michel Grandjean feierten 1954 den Europameistertitel im Paarlaufen, und Denise Biellmann schrieb 1981 mit ihrem Gewinn der Europa- und Weltmeisterschaft Geschichte. Stéphane Lambiel begeisterte die Welt mit seinen WM-Titeln 2005 und 2006, der olympischen Silbermedaille 2006 und zahlreichen EM-Medaillen. Sarah Meier sorgte 2011 in Bern mit ihrem emotionalen Sieg bei den Europameisterschaften für ein Schweizer Märchen.

 

In den letzten Jahren hat insbesondere Lukas Britschgi das Schweizer Eiskunstlaufen wieder international ins Rampenlicht gerückt: 2023 gewann er sensationell die Bronzemedaille bei den Europameisterschaften in Espoo und krönte sich 2025 in Tallinn zum Europameister, als erster Schweizer seit Hans Gerschwiler 1947. An seiner Seite überzeugte Kimmy Repond, die 2023 mit gerade einmal 16 Jahren EM-Bronze gewann und 2025 in Tallinn als Vierte erneut zu den besten Läuferinnen Europas zählte.

 

Auch im Bereich Schnelllauf sind Schweizer Athletinnen und Athleten erfolgreich unterwegs. Livio Wenger erreichte 2018 bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang im Massenstart einen herausragenden 5. Platz und zählt zu den besten europäischen Langstreckenspezialisten. Ramona Härdi nahm an den Olympischen Spielen 2018 und 2022 teil und gehört seit Jahren zur Weltspitze im Massenstart. Auch Kaitlyn McGregor zeigte international starke Leistungen im Short Track, wo sie die Schweiz bei Welt- und Europameisterschaften vertritt und mit konstanten Ergebnissen in die Top-10 der europäischen Konkurrenz laufen konnte.

 

Damit verfügt der Schweizer Eislauf-Verband heute über eine stolze Reihe von Athletinnen und Athleten, die mit Begeisterung und Ehrgeiz ihre berühmten Vorgängerinnen und Vorgänger würdig vertreten und die Erfolgsgeschichte des Schweizer Eislaufs weiterschreiben.