Weltmeisterschaften im Eiskunstlauf 2026 in Prag: Bestätigungen und neue Perspektiven

 

 

In einer mitreissenden Atmosphäre boten die Weltmeisterschaften im Eiskunstlauf 2026 in Prag dem Schweizer Team die Gelegenheit, eine Bilanz seines olympischen Zyklus zu ziehen. Zwischen Stabilität auf höchstem Niveau, dem Aufkommen neuer Kräfte und einer starken Teamdynamik schliesst die Schweizer Delegation die Saison mit einem positiven Gesamtbild ab — und richtet den Blick bereits auf kommende Herausforderungen wie Lausanne 2027.

 

 

Die neue O2 Arena in Prag bildete eine eindrucksvolle Kulisse für die Weltmeisterschaften im Eiskunstlauf: eine ausverkaufte Halle, ein begeistertes Publikum und eine Intensität, wie sie nur grosse internationale Titelkämpfe erzeugen. Für die Schweizer Delegation bestätigte dieser Wettkampf nicht nur die kontinuierliche Entwicklung der letzten Jahre, sondern stärkte auch das Vertrauen in die Zukunft, insbesondere im Hinblick auf die Europameisterschaften 2027 in Lausanne.

 

Lukas Britschgi unterstreicht einmal mehr seine Rolle in der internationalen Spitze. Mit Rang neun im Männerwettbewerb und seiner dritten Top-10-Platzierung bei Weltmeisterschaften innerhalb von vier Jahren etabliert sich der Europameister 2025 nachhaltig auf höchstem Niveau. Dabei konnte er sogar seine olympische Punktzahl steigern. Seine Konstanz ist ein wichtiger Pfeiler für das Schweizer Team und sichert der Schweiz zudem einen zweiten Startplatz im Männerfeld für die Weltmeisterschaften 2027.

 

Im Paarlauf setzen Oxana Vouillamoz und Tom Bouvart ihren Aufwärtstrend fort. Der 10. Schlussrang, unterstützt durch einen starken 8. Platz in der Kür und eine neue persönliche Bestleistung in der Gesamtwertung, bestätigt auch auf Weltniveau ihren historischen Erfolg von den Europameisterschaften. Nach nur zwei Jahren als Paar hat das Duo seine Entwicklung eindrücklich bestätigt und die gesetzten Ziele übertroffen.

 

Bei den Frauen vertrat Livia Kaiser die Schweiz als einzige Athletin. Trotz anspruchsvoller Ausgangslage qualifizierte sie sich für das Finale und beendete den Wettkampf auf Rang 21. Mit Einsatz und Widerstandskraft setzte sie ein positives Zeichen zum Abschluss der Saison und knüpfte damit an ihre Teilnahme am olympischen Finale an.

 

Im Eistanz arbeiten Gina Zehnder und Beda Leon Sieber weiter an ihrer Entwicklung. Auch wenn ihnen der Finaleinzug noch nicht gelang, stellt ihre Teilnahme an den Weltmeisterschaften, ermöglicht durch das wiederholte erreichen der technischen Mindestanforderungen der ISU, einen wichtigen Meilenstein dar. In einer Disziplin, die sich in der Schweiz noch im Aufbau befindet, ist diese Entwicklung klar langfristig ausgerichtet.

 

Swiss Ice Skating zeigt sich sehr stolz auf sein Nationalteam und dankt der gesamten Delegation: den Athletinnen und Athleten, den Trainerinnen und Trainern, den Offiziellen, dem Team Leader sowie allen Beteiligten, die den Schweizer Eiskunstlauf national und international mit Engagement vertreten.

 

Bereits richtet sich der Blick nach vorne: Im Januar 2027 wird Lausanne die Europameisterschaften im Eiskunstlauf ausrichten. Ein bedeutender Anlass im eigenen Land, der Erwartungen weckt und gleichzeitig neue Energie sowie klare Ambitionen freisetzt.

 

Ergebnisse:
https://www.isuresults.com/results/season2526/wc2026/

 

Photos by Adrian Meyer