Olympische Spiele Mailand 2026: Positive Bilanz der Rekorddelegation von Swiss Ice Skating

 

Das Kapitel der Olympischen Winterspiele 2026 wurde Sonntag in den Arenen von Verona geschlossen. Dennoch werden bestimmte Bilder aus Mailand noch lange in den Herzen und Köpfen der Menschen bleiben. Der Schweizer Eiskunstlauf und Eisschnelllauf haben hier ihren Platz gefunden, getragen von Lukas Britschgi, Kimmy Repond und Livia Kaiser (Kunstlauf), sowie Kaitlyn McGregor, Ramona Härdi und Livio Wenger (Eisschnelllauf), Leitathleten eines olympischen Zyklus, der mit Beständigkeit aufgebaut und mit Erfolg gekrönt wurde.

 

Eiskunstlauf: Kurs bestätigt

 

Mehr als zwei Wochen lang war Mailand Schauplatz des weltweiten Eiskunstlaufs: eine anspruchsvolle olympische Bühne, auf der jeder Auftritt weit mehr als nur eine Punktzahl erzählt. Die Schweiz nahm mit Entschlossenheit daran teil und nahm ihren Platz auf der internationalen Bühne voll und ganz ein. An der Spitze der Schweizer Delegation beim Einmarsch zur Eröffnungsfeier genossen Kimmy Repond, Livia Kaiser und Lukas Britschgi den Moment in einer fast zeitlosen Feierlichkeit. Eine Pause voller Besinnlichkeit, bevor sie in Momente von seltener Intensität eintauchen, die ihren sportlichen Werdegang als Hochleistungssportler, aber auch ihre persönliche Entwicklung zu erfüllten jungen Erwachsenen nachhaltig prägen werden: die Olympischen Winterspiele 2026, ein Wettkampf unter hohem Druck, der alle Prognosen und Statistiken widerlegen kann und jede Leistung zu einem einzigartigen, manchmal sogar dramatischen, historischen oder hochsymbolischen Ereignis macht.

 

Auf diesem olympischen Eis setzte Lukas Britschgi seinen bisherigen Werdegang fort. Bei seinen zweiten Olympischen Spielen zeigte er souveräne Programme, geleitet von Erfahrung und Stabilität. Sein 14. Platz nach einer hervorragenden Kür ist ein klarer Meilenstein in seiner Entwicklung: Er ist ein Athlet, der sich an der Spitze der Weltrangliste etabliert hat und in der Lage ist, zu liefern, wenn es darauf ankommt. Für Livia Kaiser (21.) und Kimmy Repond (23.) war Mailand-Cortina 2026 eine «Premiere». Ein Einstieg in die Welt der Olympischen Spiele, geprägt von hohen Anforderungen, manchmal behindert durch die Grenzen des Körpers, aber nie vom Wesentlichen abgelenkt. Sich zu qualifizieren, sich für das Finale zu qualifizieren, seinen Platz im größten Sportwettbewerb der Welt zu behaupten: Ihre Leistungen zeichnen sich durch ihre Fähigkeit aus, auch dann weiterzumachen, wenn die Umstände Zurückhaltung erfordern.

 

Über Mailand-Cortina 2026 hinaus sind diese Entwicklungen Teil eines Zyklus, der im Wesentlichen durch solide Ergebnisse bei Europameisterschaften und Weltmeisterschaften geprägt ist. Saison für Saison und in den letzten vier Jahren hat das Schweizer Eiskunstlaufen an Präsenz, Kohärenz und Tiefe gewonnen und sich nachhaltig in der internationalen Landschaft etabliert. Hinter diesen sichtbaren Momenten steht eine eher unauffällige Arbeit, die von Swiss Ice Skating in ständigem Dialog mit den Trainern und Partnern des Leistungssports und mit der wesentlichen Unterstützung von Swiss Olympic geleistet wird. Diese Arbeit stützt sich auf die aktuelle Elite, aber auch auf einen bereits sehr aktiven Nachwuchs, der auf verschiedenen Ebenen der internationalen Szene tätig ist, aufmerksam und geduldig ist und bereit ist, sich in die Fußstapfen einer Olympioniken von Mailand-Cortina 2026 zu stellen, um die Schweizer Farben in den vier olympischen Disziplinen des Eiskunstlaufs nachhaltig zu vertreten.  Mailand-Cortina 2026 markierte nicht das Ende, sondern den Übergang zu einem neuen olympischen Zyklus voller Versprechen: dem eines Schweizer Eiskunstlaufs, der sich seiner bisherigen Entwicklung bewusst ist und entschlossen in die Zukunft blickt.

 

Eisschnelllauf: Starke Leistungen

 

Die Schweizer Eisschnellläuferinnen und -läufer präsentierten sich an den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand-Cortina als engagiertes und kämpferisches Team. Zwar blieb Livio Wenger die anvisierte Top-Platzierung auf dramatische Weise verwehrt, doch konnten Kaitlyn McGregor und Ramona Härdi mit starken Leistungen und erfreulichen Platzierungen überzeugen.

 

Den Anfang machte Kaitlyn McGregor über 3000 m. Ihre gute Form hatte sie bereits beim letzten World Cup in Inzell angedeutet. In Mailand konnte sie sich nochmals steigern und erreichte mit ihrer Zeit von 4:04,97 Minuten den sehr starken 11. Rang, das bisher beste Resultat einer Schweizer Eisschnellläuferin an Olympischen Spielen. Zwei Tage später lief sie die 1000 m, wo sie erneut stark auftrat und sich in 1:16,16 Minuten auf Rang 17 klassierte.

 

Erst zehn Tage später standen die Rennen über 1500 m an. Livio Wenger erhielt kurzfristig eine Startmöglichkeit, die er sich in Vorbereitung auf die Massenstart-Rennen nicht entgehen liess. Seine solide Leistung mit einer Zeit von 1:47,80 Minuten reichte für Rang 28.

 

Tags darauf war es erneut Kaitlyn McGregor, die über 1500 m eine beeindruckende Leistung zeigte. Ihre Zwischenzeiten deuteten klar auf eine Diplomplatzierung hin. Leider geriet sie in der letzten Kurve ins Straucheln. Zwar konnte sie einen Sturz akrobatisch verhindern, verlor dabei jedoch viel Zeit und musste sie sich am Ende mit dem 11. Rang begnügen.

 

Den Abschluss bildeten die Massenstart-Rennen, die Parade-Disziplin der Schweizer AthletInnen. Bei den Männern zeigte Livio Wenger im Halbfinale lange Zeit eine sehr aktive und taktisch kluge Rennführung. Bis rund 300 Meter vor dem Ziel schien er das Rennen sicher unter den Top drei zu beenden. Ein unglücklicher Sturz in der letzten Runde bedeutete jedoch das jähe Ende seiner Medaillenambitionen. Dies zeigt, wie brutal dieser Sport sein kann. Livio darf dennoch enorm stolz sein auf alles, was er in den letzten zehn Jahren für den Schweizer Eisschnelllauf geleistet hat. Als klarer Teamleader der Trainingsgruppe hatte er massgeblichen Anteil an den Erfolgen der übrigen Schweizer Athletinnen und Athleten.

 

Die Frauen überzeugten mit einem geschlossenen Teamauftritt. Kaitlyn McGregor und Ramona Härdi schafften beide die Qualifikation für den Final. Dass die Schweiz mit zwei Athletinnen im Final der besten 16 vertreten war, darf bereits als grosser Erfolg gewertet werden. Kaitlyn zeigte ein äusserst engagiertes Rennen und errang mit Rang 6 ein olympisches Diplom. Ramona Härdi lief auf den ebenfalls sehr guten 11. Platz.

 

Swiss Ice Skating gratuliert seinen Athleten zu ihren Leistungen bei den Olympischen Spielen 2026 in Mailand-Cortina und ihrer inspirierenden sportlichen Laufbahn als Olympioniken!

 

Unser Dank gilt auch den Trainern der Athleten, Swiss Olympic für ihre wertvolle Unterstützung sowie den Teamleitern dieser Spiele, Richard Leroy, Michael Huth und Jan Caflisch.