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JB 2017 V3 Nebelhorn Trophy  owg 2018 box ISU World May 2017  Skating Chanel
 DV 26.08.2017, 10:15   27.09. - 30.09.2017     09. - 25.02.2018    ISU World May 2017  

Kunstlauf - Allgemeine Termine

Vorschau ISU Junioren Weltmeisterschaften Taipeh

isu world junior fs champs 17 taipeicityAm 15. März beginnen in Taipeh, der Hauptstadt von Taiwan, die ISU Junioren Weltmeisterschaften im Eiskunstlaufen.
Zeitplan

Die erste internationale Meisterschaft

arenaFür die Schweiz päsentieren sich zwei JWM-Debütanten am wichtigsten Wettkampf ihrer bisherigen Karriere.

Vorfreude, Neugier, Spannung, von allem etwas, bestimmt wohl die letzten Tage vor dem bedeutendsten Wettkampf in der Eislaufkarriere von Yoonmi Lehmann (Lausanne & Malley) und Nurullah Sahaka (Küsnacht).

In Taipeh, gut 10000km südöstlich der Schweiz, werden sie sich mit den besten Junioren der Welt messen.

„Mein erstes Gefühl ist das von unfassbarem Stolz und einer sehr großen Ehre, an einem solchen Wettkampf für die Farben meines Lands laufen zu können“, beschreibt Yoonmi Lehmann was ihr diese Teilnahme bedeutet.

Bei Nurullah Sahaka klingt es ähnlich. „Es bedeutet mir sehr viel, weil seit meinem Start auf dem Eis vor 7 Jahren sehr viel Arbeit und Aufwand dahinter steckt. Es ist ein Meilenstein auf dem Weg“, so der 17jährige.

Keine Angst vor dem Risiko

NURULLAHSAHAKAAm Mittwoch 15.3. gilt es ernst für Nurullah Sahaka – ein Platz unter den besten 24 ist dann nötig, um sich für die Kür zu qualifizieren.

Zur perfekten Vorbereitung gehörte unter anderem die Einstellung auf die 7 Stunden Zeitunterschied. Trainer Richard Leroy hat schon in den letzten Trainingstagen in der Schweiz begonnen, seinen Schüler auf die Zeitumstellung einzustellen.

Zusätzlich stand unter anderem die Arbeit an der Qualität der Elemente auf dem Programm. Beide Programme sind mit Blick auf die JWM noch ein wenig angepasst worden.

„Im Kurzprogramm haben wir von der Kombination Dreifachtoeloop und Dreifachtoeloop auf eine Kombination aus Dreifachlutz und Dreifachtoeloop gewechselt und in der Kür haben wir den dreifachen Rittberger mit dem Dreifachlutz getauscht“, erklärt Nurullah Sahaka.“Technisch gehört mein Kurzprogramm zu den besten.“

Ein Programm, das mit der erwähnten Sprungkombination, dem Dreifachaxel und dem Dreifachrittberger, das Potential hat für eine Kürqualifikation. „Wir haben uns entschieden etwas zu riskieren, um, wenn alles gelingt, eine sehr gute Klassierung anzustreben“, erläutert Richard Leroy. Ein Entscheid gegen ein Programm mit geringerem Schwierigkeitsgrad, das eben auch keinen Erfolg garantiert. Ein Entscheid, der die Qualifikation für die Kür sichern könnte. „Im Training klappen die Elemente und auch im Wettkampf sind sie in dieser Saison schon gelungen.“

Was für den Dritten der Elitemeisterschaft den Unterschied gegenüber der Konkurrenz zudem noch ausmachen könnte? „Zu meinen Stärken zählen die Musikauswahl, die Interpretation und schöne Pirouetten“, zählt Nurullah Sahaka auf. „Sicher will ich zeigen was ich kann und mich vor allem für die Kür qualifizieren.“

Wie es sich anfühlen wird wenn es heisst: „Next skater, Nurullah Sahaka from Switzerland“?

„Ich denke es wird ein stolzer und nervöser Moment sein, jedoch werde ich mein Bestes tun.“

Ohne Stress, dafür mit Genuss 

YOONMILEHMANNYoonmi Lehmann, die Zweite der Elitemeisterschaften, hat noch ein wenig länger Zeit sich vor Ort zu akklimatisieren. Die gebürtige Genferin wird am Freitag (17.3.) ihr Kurzprogramm zeigen.

Auch sie hat nach den nationalen Meisterschaften noch Veränderungen an ihren Programmen vorgenommen.

„Meine Choreografien, für die Tatiana Rozanova zuständig ist, scheinen den Preisrichtern, die sie gesehen haben, zu gefallen, dort haben wir also keine Veränderungen vorgenommen. Aber meine Trainerin und ich haben einige Schwierigkeiten hinzugefügt – Doppelsprünge zugunsten von Dreifachsprüngen herausgenommen und noch ein paar zusätzliche Bewegungen eingefügt.

Wo die Schülerin von Marina Shirshova ihre Stärken sieht? „Mit dem Namen den ich trage, aus einem Land mit Bergen stammend, glaube ich in der Lage zu sein, meinen Stress gut bewältigen zu können und ein künstlerisch Programm präsentieren zu können, wo ich nach der Musik laufe und nicht mit der Angst etwas falsch zu machen.“

15000 Zuschauer passen in die Taipei-Arena – eine ungewohnt große Kulisse. Ähnlich wie bei Teamkollege Nurullah ist der Gedanke an den Moment, wo es losgehen wird, wo man allein auf dem Eis steht, einer, der Respekt einflößt.

„Ganz ehrlich, ich versuche nicht zu sehr daran zu denken“, sagt die 15jährige. „Ich versuche mir ein Beispiel an denen zu nehmen, die mich träumen lassen haben, wie Yuna Kim, Evgenia Medvedeva, oder auch Florent Amodio. Alle haben sich strahlend auf dem Eis präsentiert - dann, mit Programmbeginn, hat man gespürt, dass sie sich in einer Art beschützender Blase eingeschlossen haben.“

Rookies auf dem Eis – ein Routinier als Teamchef

Neuland sind die ganz großen Meisterschaften schon längst nicht mehr. Erika Hüge, die Delegationsleiterin in Taipeh, ist seit 29 Jahren in den Eishallen der Welt zuhause.

HügeErika

Wann immer es vor Ort etwas zu regeln, zu organisieren, zu besprechen, zu klären, zu besorgen gibt, ist sie gefragt. Als gute Seele, kompetente Fachfrau, knallharter Verhandlungspartner, oder einfach nur liebenswerter Mensch.

Wie kaum jemand hat Erika Hüge sich in den letzten Jahrzehnten im SEV engagiert – lange in der Geschäftsstelle gearbeitet. Ohne Eislauf geht auch nach der Pensionierung nichts.

Der Einsatz an der JWM in Taipeh ist ihr 21. internationaler Delegationsleiter- Einsatz. Vor der Abreise haben wir auf diese Zeit kurz mit ihr zurückgeschaut.

Du bist seit 29 Jahren im internationalen Wettkampfgeschehen dabei. Magst Du Dich noch an Deinen ersten Einsatz als Delegationsleiterin erinnern? Was ist Dir in besonderer Erinnerung geblieben?

„Mein erster Einsatz fand im Jahre 1988 an der WM in Budapest statt. Ich bekam damals eine wunderschöne Ledermappe geschenkt, die mir anlässlich des Pflichtlaufens gestohlen wurde. Ich hatte sie nur ganz kurz neben mir auf den Boden gestellt, um die Wertungen im Pflichtlaufen für Oliver Höner zu notieren und weg war sie.

Die Polizei hat unverzüglich das ganze Stadion abgesperrt, es konnte also niemand die Eishalle verlassen. Leider ohne jeglichen Erfolg. Sie vermutete, dass es eine sehr gut und professionell organisierte Bande gewesen war. Den mir ebenfalls abhanden gekommenen Pass hat mir drei Monate später jemand nach Hause geschickt mit dem Vermerk, er hätte ihn auf der Toilette gefunden. Dieses Vorkommnis kann ich bis heute nicht nachvollziehen!“

Gibt es einen Einsatz, an den Du Dich speziell gerne erinnerst und gab es ernste, oder lustige Begebenheiten, die Du nie vergessen wirst?

„Eigentlich erinnere ich mich an alle meine Einsätze gerne, jeder war eine Art "Einzelstück" - anderer Ort, andere Teamzusammensetzung, anderes Organisationskomitee usw. Aber jeder Einsatz war für mich eine menschliche und sportliche Bereicherung und wird mir stets in bester Erinnerung bleiben. Bis auf ein Mal hatte ich mit dem Team das große Glück, dass nichts passiert ist, was uns Kummer oder Sorgen hätte bereiten können.

Einzig an der EM von 2010 in Tallinn EST sind die Koffer von Sarah Meier, Evi Fehr und von mir nicht mit uns gereist (der Flug führte uns von Zürich nach Kopenhagen und von dort weiter nach Tallinn). Das war eine sehr schwierige Situation, denn Sarah konnte mangels Schlittschuhen am Tag nach der Ankunft kein einziges Training absolvieren.“

Wie bereitet man sich auf einen Delegationsleiter-Einsatz vor?

„Indem ich mich zuerst über die Gegebenheiten vor Ort, das Hotel, die Eishalle, den Zeitplan sowie über allfällige Besonderheiten orientiere und mich dann mit dem Team in Verbindung setze, um die wichtigsten Schwerpunkte wie Reise, Unterkunft usw. zu besprechen. Ich suche auch möglichst umfassende Informationen im Internet zusammen, die nicht direkt mit den Wettkämpfen zu tun haben und verfasse eine Informationsschrift zu Händen des ganzen Teams mit allen wichtigen Angaben.“

Was gehört vor Ort zu Deinen Aufgaben?

Bei meiner Ankunft im offiziellen Hotel erkundige ich mich als Erstes, ob für alle Delegationsmitglieder die richtigen Zimmer (Einzel- oder Doppelzimmer) mit dem korrekten Ankunfts- und Abreisetag reserviert worden sind. Zudem notiere ich mir sämtliche Zimmernummern und mache davon für alle eine Liste, damit das ganze Team weiß, wer in welchem Raum zu finden ist. Auch stelle ich sicher, dass die Delegationsmitglieder am richtigen Tag zur richtigen Zeit gemäß Anmeldung vom Flughafen abgeholt werden. Wichtig und ein absolutes Muss ist der Besuch des Team-Leaders-Meetings, welches in der Regel am Montagmorgenvor den Wettkämpfen stattfindet. Hier erhält man sehr wichtige Informationen, Hinweise, allenfalls neue Regeln auch in Bezug auf die anstehenden Anti-Dopingkontrollen usw. Ich hole täglich mehrmals die durch das OK herausgegebenen Publikationen ab und verteile sie dem Team, begleite die LäuferInnen und TrainerInnen in die Trainings und an die Wettkämpfe und bin - wie bereits oben erwähnt - für sie da, wenn sie mich brauchen, aus welchem Grund auch immer. Ich halte stets Augen und Ohren offen, damit mir ja nichts Wichtiges entgeht, was die LäuferInnen, TrainerInnen und PreisrichterInnen wissen müssen, und sehr wichtig ist mir eine andauernd gute Stimmung im gesamtem Team.

Wie kann man Neulinge an internationalen Meisterschaften am besten unterstützen?

„Indem ich ihnen so gut wie möglich den Rücken freihalte, sie tröste und aufmuntere, wenn es z.B. im Training mal nicht nach Wunsch läuft, sie über allfällige Änderungen im Programm orientiere und alle wichtigen Infos oder Neuerungen an sie weitergebe. Natürlich bin ich für sie da, wenn sie es wünschen, wenn sie irgendetwas brauchen oder sich nicht ganz wohl fühlen. Ich respektiere aber auch, wenn sie meine Nähe in einem bestimmten Moment (z.B. vor dem Wettkampf) lieber nicht wollen!“

Danke für das Gespräch.

 

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